Die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 waren für alle Beteiligten ein ganz besonderes Erlebnis.

Bereits zum dritten Mal – nach den Special Olympics Nationalen Spielen Berlin 2022 und den Special Olympics World Games Berlin 2023 – wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutschen Boccia-, Boule- und Pétanque Verband (DBBPV) und Special Olympics Deutschland aus dem Jahr 2021 mit Leben gefüllt. Erneut unterstützten und leiteten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter des DBBPV den gesamten Offiziellen-Bereich der Boccia-Wettbewerbe.
Neun Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter aus dem DPV/DBBPV leisteten an sechs Wettbewerbstagen im Boccia hervorragende Arbeit. Sie sorgten dafür, dass die Athletinnen und Athleten ihre Wettbewerbe unter fairen, sportlich anspruchsvollen und optimalen Bedingungen bestreiten konnten.
Und so begannen die Spiele vor Ort:
Nach der Anreise am Samstag standen am Sonntag der Aufbau der Wettbewerbsanlage sowie die regeltechnische Vorbereitung und organisatorische Abstimmung auf dem Programm. Am Montag folgten zunächst das Training und anschließend die für Special Olympics typische Klassifizierung der Athletinnen und Athleten.
„Aufbau“ bedeutete in diesem Fall eine echte Mammutaufgabe: Rund 1.200 Quadratmeter Teppichfliesen mussten als Spieluntergrund verlegt werden. Anschließend wurden die Spielfelder aufgebaut, deren Begrenzungen aus einem ausgeklügelten Schlauchsystem bestehen. Danach folgten das exakte Vermessen und das Aufbringen sämtlicher Spielfeldmarkierungen. Dank eines motivierten und bestens eingespielten Teams und den vielen Volunteers konnte diese anspruchsvolle Aufgabe zügig bewältigt werden.
In der anschließenden Schulung zu den Regeländerungen 2025 sowie den Aufgaben und dem Verhalten der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wurden alle Offiziellen auf ihre Einsätze vorbereitet. Gleichzeitig galt es, alles vorzubereiten die zahlreichen Volunteers für ihre Aufgaben an den Bahnen auszubilden – als Linien- und Fahnenschiedsrichter, Zeitnehmer oder Dokumentationshelfer.
Dann konnten die Spiele beginnen.

Am Montag startete um 13 Uhr die Klassifizierung. Dabei wurden zahlreiche Messergebnisse ermittelt, um die Athletinnen und Athleten entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit in die passenden Wettbewerbsgruppen einzuteilen.
Ab Dienstag standen die Mannschaftswettbewerbe mit ihren Vorrunden auf dem Programm. Parallel begannen bereits die ersten Doppelwettbewerbe – darunter auch die Unified-Wettbewerbe, in denen Menschen mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam als Team antreten. Bereits am Nachmittag wurden die ersten Mannschaftsfinals ausgetragen.
Der Mittwoch brachte weitere Doppelvorrunden sowie die ersten Siegerehrungen der Mannschaftswettbewerbe. Anschließend wurden die Doppelwettbewerbe fortgesetzt.
Am Donnerstag ging es in gewohnt hoher Intensität weiter. Die Finalspiele im Doppel standen ebenso auf dem Programm wie die Vorrunden der Einzelwettbewerbe. Diese fanden am Freitag mit den ersten Endspielen ihre Fortsetzung.
Am Samstag wurden schließlich die letzten Finalspiele ausgetragen, bevor die Siegerinnen und Sieger der Einzelwettbewerbe geehrt wurden.
Doch selbst nach den letzten Wettbewerben war der Arbeitstag noch lange nicht beendet. Noch vor den Siegerehrungen begann bereits der Abbau der ersten Spielfelder, da am Samstagnachmittag die Abschlussfeier stattfinden sollte.
Nach der stimmungsvollen Medaillenverleihung folgte der letzte Kraftakt: Die 1.200 Quadratmeter Teppichfliesen mussten aufgenommen, sortiert und in kürzester Zeit wieder auf Paletten gestapelt werden.
Und zwischen all diesen Aufgaben gab es auch noch Zeit an der Eröffnungsfeier, der AthletInnen-Disco, einem Konzert und der Abschlussfeier mitten in Saarbrücken auf dem Tblisser-Platz viele Kontakte zu knüpfen und Freude pur zu entdecken.

Dieser Bericht kann nur einen kleinen Einblick in eine Woche geben, die wie im Flug verging. Eine Woche voller Energie, Engagement, Teamarbeit und vor allem mit viel Freude – auch wenn nicht immer alles nach Plan verlief und Software oder organisatorische Abläufe gelegentlich kreative Lösungen erforderten.
Gerade das Team im Hintergrund, das in diesem Bericht bislang kaum erwähnt wurde, wuchs über sich hinaus. Cylina, Vroni, Petra, Sabine, Sieglinde, Andrea, Eddi, Georg und Lasse leisteten mehrfach Spät- und Nachtschichten, lösten logistische Herausforderungen und meisterten gemeinsam mit dem Backoffice zahlreiche technische Hürden. Stellvertretend für sie gilt der Dank ebenso den vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern, Organisatorinnen und Organisatoren sowie Verantwortlichen. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.
Immerhin waren die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 mit 27 Sportarten, rund 4.300 Athletinnen und Athleten, ihren Trainerinnen und Trainern, etwa 13.000 akkreditierten Personen – darunter Schiedsrichterinnen, Schiedsrichter und Wettkampfleitungen – sowie rund 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern das bis dahin größte Multisport-Event im Saarland.
So bleibt am Ende vor allem eines: Danke!

Mit den Worten von Anne Breitsprecher, Referentin Sportentwicklung, Wettbewerbe & Sportprojekte – Senior Manager Sports, Competitions & Projects:
(…)
VIELEN DANK
… für Eure Energie,
… für Eure Unterstützung,
… und für Eure Begeisterung!
Gemeinsam ist es uns gelungen, allen Sportlerinnen und Sportlern faire Wettbewerbe und eine unvergessliche Zeit zu ermöglichen. Ohne Euren Beitrag wäre dies nicht möglich gewesen. Wir sind unglaublich dankbar, dass Ihr dabei wart, und hoffen, viele von Euch bei zukünftigen Special Olympics Veranstaltungen wiederzusehen!
(…)
Ein besonderes Dankeschön gilt unserem Team der Offiziellen und Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter:
Anita, Britta, Cathrin, Dagmar, Jennifer, Jule, Linda, Mareike, Sabine, Silke sowie Armin, Günter, Johannes-Peter, Klaus-Dieter, Norbert, Rolf, Thomas und Uwe.
Es war eine Freude, mit Euch zusammenzuarbeiten!
Ach so – warum eigentlich Lila?
Die Offiziellen und Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter trugen bei den Nationalen Spielen 2026 erstmals violette Kleidung. Anfangs für viele ungewohnt, wurde sie schon nach kurzer Zeit mit Stolz getragen – als sichtbares Zeichen der gemeinsamen Aufgabe und als besonderes Erkennungsmerkmal eines außergewöhnlichen Teams.
Ein Erlebnis in Lila eben.
